Labor-Tests nach Zeckenstich: Borreliose und FSME sicher nachweisen
Ein Zeckenstich ist oft schnell passiert, löst aber bei vielen Betroffenen große Verunsicherung aus. Zecken übertragen in Europa vor allem zwei ernstzunehmende Krankheitserreger: Bakterien, die Borreliose (Lyme-Krankheit) auslösen, und das Virus der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).
Um eine mögliche Infektion rechtzeitig zu erkennen und Folgeschäden zu vermeiden, bietet unser Direktlabor Ihnen hochpräzise Blut-Analyseverfahren sowie – auf Wunsch – die Untersuchung der Zecke an.
Borreliose vs. FSME: Die zwei großen Gefahren
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Borreliose: Die mit Abstand häufigste durch Zecken übertragene Krankheit (ausgelöst durch das Bakterium Borrelia burgdorferi). Wird sie frühzeitig erkannt (oft sichtbar an der sogenannten "Wanderröte"), ist sie sehr gut mit Antibiotika behandelbar. Eine Impfung gibt es bisher nicht.
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FSME: Eine virale Erkrankung, die zu einer gefährlichen Entzündung der Hirnhäute führen kann. Gegen Viren wirken keine Antibiotika, allerdings existiert gegen FSME ein sehr wirksamer Impfschutz.
Der medizinische Goldstandard: Diagnostik im Blut Da der reine Zeckenstich noch keine Krankheit bedeutet, liefert die Blutanalyse die verlässlichsten Antworten über eine tatsächliche Reaktion Ihres Körpers. Wir bieten molekularbiologische (PCR) und serologische (Antikörper) Verfahren an:
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Spezifische Antikörper (IgG, IgM): Wir testen Ihr Blut auf Borrelia burgdorferi-AK und FSME-Virus-AK. IgM-Antikörper zeigen eine frische Infektion an, IgG-Antikörper deuten auf eine bereits länger bestehende oder durchgemachte Infektion hin.
Hinweis zum Zeitpunkt: Der Körper benötigt Zeit, um diese Abwehrstoffe zu bilden. Borrelien-Antikörper treten oft erst Wochen nach dem Stich auf. Ein Bluttest vor Ablauf von drei Wochen ist daher meist nicht aussagekräftig und kann fälschlicherweise negativ ausfallen. -
Spezialdiagnostik bei Borreliose (CD57 + NK-Zellen): Bleibt eine Borreliose lange unentdeckt, kann sie chronisch werden. Hier spielen die CD57+ Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) eine zentrale Rolle. Ein Abfall dieses Wertes im Blut ist ein wichtiger Indikator für die Beurteilung einer chronischen Borreliose und hilft, den Therapieerfolg zu messen.
Wichtiger Transparenzhinweis zur Untersuchung der Zecke (Zecken-PCR) Technisch ist es uns möglich, die entfernte Zecke direkt auf Erreger untersuchen zu lassen. Wir bieten diesen Test auf Wunsch an (bitte die Zecke kühl und dunkel lagern und binnen einer Woche einsenden). Wir möchten Sie jedoch darauf hinweisen: Medizinische Fachgesellschaften empfehlen diesen Schritt zur Routinediagnostik in der Regel nicht. Der Grund: Selbst wenn wir in der Zecke Borrelien oder FSME-Viren nachweisen, bedeutet das nicht zwingend, dass diese auch auf Sie übertragen wurden. Ein positives Ergebnis in der Zecke führt oft zu unnötiger Verunsicherung und der vorschnellen Einnahme von Antibiotika, ohne dass eine tatsächliche Infektion beim Menschen vorliegt. Entscheidend ist und bleibt die Diagnostik Ihrer Symptome und Ihres Blutes.
| BORRELIEN | |
| Borrelien-PCR-Test in der Zecke |
47,48 € |
| Borrelien-PCR-Test im Blut |
113,95 € |
| Borrelia burgdorferi-AK (IgG, IgM) |
46,92 € |
| CD57 + NK-Zellen |
119,98 € |
| FSME | |
| FSME-PCR-Test in der Zecke |
47,48 |
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FSME-PCR-Test |
147,46 € |
| FSME-Virus-AK (IgG, IgM) |
36,20 € |