Osteoporose (Knochenschwund): Ursachen, Risikofaktoren und Labordiagnostik
Unter einer Osteoporose (umgangssprachlich Knochenschwund) versteht man eine gefährliche Abnahme der Knochendichte. Das Skelett verliert an Stabilität und wird porös, was zu schweren Schäden und Knochenbrüchen führen kann. Obwohl meist ältere Menschen betroffen sind, kann eine Osteoporose durchaus auch schon in jungen Jahren auftreten.
Die tückische Gefahr: Anfangs keine Symptome
Eine beginnende Osteoporose verursacht in der Regel keinerlei Beschwerden – sie tut nicht weh. Sichtbare Symptome oder Schmerzen (beispielsweise im Rücken oder in den Knien) treten meist erst im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung auf. Da die Knochen immer instabiler werden, sind Frakturen (Knochenbrüche) die häufigste Folge. Davon können prinzipiell alle Knochen betroffen sein, am häufigsten brechen jedoch Oberschenkelhalsknochen und Wirbelkörper.
Welche Ursachen hat Osteoporose?
Die Entstehung des Knochenschwunds ist vielschichtig. Zu den messbaren, körperlichen Hauptursachen gehören:
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Vitamin-D-Mangel: Ohne Vitamin D kann der Körper kein Kalzium in die Knochen einbauen. Ein Mangel entsteht im Winter durch zu geringe Sonnenlicht-Einstrahlung und im Sommer oft durch die ständige Nutzung von UV-Hautschutzpräparaten.
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Kalziummangel: Eine verminderte Aufnahme von Kalzium über den Darm beeinflusst den Knochenstoffwechsel massiv negativ.
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Hormonelle Störungen: Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), ein Testosteronmangel beim Mann oder der sinkende Östrogenspiegel bei Frauen nach den Wechseljahren.
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Organische Erkrankungen: Chronische Nieren-Erkrankungen beeinträchtigen den Knochenstoffwechsel.
Weitere bekannte Risikofaktoren:
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Fortgeschrittenes Alter und weibliches Geschlecht
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Familiäre Veranlagung (Genetik)
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Geringe Muskelmasse und ein sehr niedriger BMI (Untergewicht)
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Bereits erlittene Knochenbrüche in der Vorgeschichte
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Bestimmte Medikamente (wie z. B. die dauerhafte Einnahme von Kortison)
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Ungünstige Lebensgewohnheiten (Rauchen, hoher Alkoholkonsum, Bewegungsmangel)
Vorsorge durch gezielte Blutuntersuchungen
Da viele der Hauptursachen (wie Nährstoffmängel oder Hormonstörungen) im Blut messbar sind, ist eine frühzeitige Labordiagnostik ein wichtiger Schritt in der Osteoporose-Vorsorge. Wenn Sie Ihr persönliches Risiko kennen oder Risikofaktoren auf Sie zutreffen, können wir in unserem Direktlabor entscheidende Parameter wie Ihren Vitamin-D-Spiegel, Kalzium oder Ihre Schilddrüsenwerte präzise überprüfen.
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