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Haarausfall: Ursachensuche durch gezielte Labordiagnostik

Haarausfall (Alopezie) ist ein weit verbreitetes Phänomen, das viele Ursachen haben kann. Während ein gewisser täglicher Haarverlust normal ist, deutet ein übermäßiges Ausdünnen oft auf ein inneres Ungleichgewicht hin. Um eine effektive Behandlung einzuleiten, ist die Identifizierung der biologischen Auslöser mittels Blutuntersuchung ein entscheidender Schritt.

Mögliche Faktoren für Haarverlust

Die Vitalität der Haarwurzeln hängt von einer komplexen Balance aus Hormonen, Nährstoffen und Stoffwechselprozessen ab. Zu den häufigsten Auslösern gehören:

  • Hormonelle Dysbalancen: Schwankungen im Hormonhaushalt, etwa durch Schilddrüsenfunktionsstörungen, Wechseljahre oder eine Überempfindlichkeit gegenüber Androgenen, können den Haarzyklus verkürzen.

  • Nährstoffdefizite: Das Haarwachstum ist ein energieintensiver Prozess. Ein Mangel an essenziellen Vitaminen oder Spurenelementen kann die Haarstruktur schwächen.

  • Entzündliche Prozesse: Chronische Entzündungen im Körper können das Immunsystem beeinflussen und indirekt die Haargesundheit beeinträchtigen.

  • Infektionskrankheiten: Bestimmte systemische Infektionen können zeitversetzt zu diffusem Haarausfall führen.


Diagnostische Parameter im Überblick

In unserem Direktlabor können Sie gezielte Analysen durchführen lassen, um Klarheit über Ihren körperlichen Status zu gewinnen. Folgende Laborwerte geben Aufschluss über potenzielle Ursachen:

1. Hormonstatus und Schilddrüse

Zur Beurteilung der hormonellen Lage werden verschiedene Botenstoffe untersucht, die direkten Einfluss auf die Haarfollikel haben:

  • Schilddrüse: TSH basal (Basiswert für die Schilddrüsenfunktion).

  • Geschlechtshormone & Vorstufen: Testosteron (gesamt), Androstendion (ASD), DHEA-S, Östradiol (E2) sowie Progesteron.

  • Steuerungshormone: FSH (Follikel-stimulierendes Hormon) und LH (Luteinisierendes Hormon).

  • Transportproteine: SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin) zur Bestimmung der Hormonverfügbarkeit.

2. Vitamine und Spurenelemente

Ein Mangel an Mikronährstoffen kann die Zellteilung in der Haarwurzel verlangsamen. Wichtige Marker sind:

  • Vitamine: Vitamin D3 (25-OH), Vitamin B12, Folsäure, Vitamin B2 sowie Vitamin H (Biotin).

  • Spurenelemente: Zink und Selen.

3. Eisenhaushalt und Entzündungswerte

  • Ferritin: Dieser Wert bildet den Eisenspeicher ab und ist einer der wichtigsten Indikatoren bei diffusem Haarausfall.

  • CRP: Ein Entzündungsmarker, um systemische Belastungen im Körper zu erkennen.

  • Kleines Blutbild: Zur allgemeinen Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Sauerstoffversorgung (Hämoglobin).

4. Infektionsscreening

In bestimmten Fällen kann ein Lues/Syphilis Suchtest sinnvoll sein, da diese Infektionskrankheit in späteren Stadien charakteristische Haarausfallmuster verursachen kann.


Ihr Weg zur Diagnose

Die Labordiagnostik ersetzt die Vermutung durch objektive Daten. Mit Ihren Ergebnissen erhalten Sie eine fundierte Grundlage für das weitere Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker, um eine zielgerichtete Therapie oder Supplementierung einzuleiten.


Blutbild, klein

4,03 €

Androstendion (ASD)

23,46 €

Dehydroepiandrosteron-
Sulfat (DHEA-S)

23,46 €

Follikel-stimulierendes
Hormon (FSH

16,76  €

Luteinisierendes
Hormon (LH)

16,76 €
Östradiol (E2) 23,46 €
Progesteron 23,46 €
Testosteron gesamt 23,46 €
Sexualhormon-
bindendes
Globulin (SHBG)
30,16 €
TSH basal 16,76 €
Ferritin 16,76 €
CRP 13,41 €
Zink 6,04 €
Selen 27,49 €
Vitamin H (Biotin) 50,28 €
Vitamin B2 38,20 €
Vitamin B12
+ Folsäure
16,76 €
Vitamin D3 (25-OH) 32,18 €
Lues/Syphilis Suchtest 23,46 €