Labordiagnostik bei Zöliakie und glutenassoziierter Enteropathie
Wiederkehrende Bauchschmerzen, Blähungen, anhaltende Müdigkeit oder Hautveränderungen nach dem Verzehr von getreidehaltigen Lebensmitteln können die Lebensqualität erheblich einschränken. Oft steckt hinter diesen unspezifischen Symptomen eine Reaktion des Körpers auf Gluten, ein Klebereiweiß, das in Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen oder Gerste vorkommt.
Was passiert bei einer Zöliakie?
Die Zöliakie ist eine immunvermittelte, chronische Entzündung der Dünndarmschleimhaut. Bei Betroffenen führt die Aufnahme von Gluten dazu, dass das Immunsystem das eigene Darmgewebe angreift. Infolgedessen bilden sich die sogenannten Darmzotten zurück.
Da die Darmzotten für die Aufnahme lebenswichtiger Nährstoffe zuständig sind, kann eine unerkannte Zöliakie langfristig zu Mangelerscheinungen führen. Eine frühzeitige diagnostische Abklärung ist daher die Basis für eine gezielte Ernährungsumstellung und die Regeneration der Darmschleimhaut.
Labormedizinische Parameter zur Abklärung
In unserem Direktlabor bieten wir Ihnen die Möglichkeit, spezifische Marker im Blut untersuchen zu lassen, um Klarheit über eine mögliche Glutenunverträglichkeit zu gewinnen. Folgende Analysen kommen dabei zum Einsatz:
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Transglutaminase-Antikörper (IgA und IgG): Diese gelten als Goldstandard in der Zöliakie-Diagnostik und weisen eine hohe Empfindlichkeit sowie Spezifität auf.
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Gesamt-IgA: Diese Bestimmung ist notwendig, um einen allgemeinen Immunglobulin-A-Mangel auszuschließen, der die Ergebnisse der IgA-basierten Tests verfälschen könnte.
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Gliadin-Antikörper (IgA und IgG): Ergänzende Marker, die insbesondere bei der Verlaufskontrolle oder bei spezifischen diagnostischen Fragestellungen herangezogen werden.
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Endomysium-Antikörper (IgA und IgG): Diese hochspezifischen Antikörper dienen der Absicherung der Diagnose.
Wichtige Voraussetzungen für die Blutentnahme
Um ein medizinisch belastbares Ergebnis zu erhalten, ist ein entscheidender Punkt zu beachten:
Hinweis zur Ernährung: Bitte führen Sie die Blutuntersuchung nur durch, wenn Sie sich in den Wochen vor der Abnahme glutenhaltig ernährt haben. Eine vorzeitige glutenfreie Diät kann dazu führen, dass die Antikörper im Blut sinken und der Test ein „falsch-negatives“ Ergebnis liefert, obwohl eine Unverträglichkeit vorliegt.
| Blutanalysen | |
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IgA gesamt |
10,05 € |
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Gliadin IgA-AK |
34,19 € |
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Transglutaminase IgA-AK |
30,16 € |
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Endomysium IgA-AK |
34,19 € |
| Weiterführende Diagnostik | |
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Gliadin IgG-AK |
34,19 € |
| Transglutaminase IgG-AK | 30,16 € |
| Endomysium IgG-AK | 19,44 € |
Vor den Analysen sollten Sie einige Tage bis Wochen glutenhaltigen Normalkost zu sich genommen haben.