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Körperliche Ursachen von depressiven Symptomen: Die Rolle der Labordiagnostik

Depressionen und depressive Verstimmungen gehören zu den häufigsten psychischen Belastungen. Sie äußern sich oft durch Antriebslosigkeit, anhaltende Erschöpfung und gedrückte Stimmung. Während die Ursachen meist ein komplexes Zusammenspiel aus Genetik und Lebensumständen sind, bleibt ein wichtiger Aspekt oft unterdiagnostiziert: organische Faktoren.

Körperliche Dysbalancen können psychische Symptome entweder direkt auslösen oder bestehende Leiden signifikant verstärken. Eine gezielte Laboranalyse ermöglicht es, biologische Ursachen abzuklären und die Basis für eine ganzheitliche Therapie zu schaffen.

Warum Labortests bei psychischen Beschwerden sinnvoll sind

Die Symptomatik einer Depression ist oft nicht von den Auswirkungen organischer Mangelzustände oder hormoneller Fehlfunktionen zu unterscheiden. Im Direktlabor können Patienten gezielt Parameter untersuchen lassen, die eng mit dem emotionalen Wohlbefinden verknüpft sind:

  • Schilddrüsenfunktion: Eine Unterfunktion (Hypothyreose) zeigt sich klinisch oft deckungsgleich mit einer Depression. Die Bestimmung des TSH-Basalwerts ist hierbei der erste Schritt der Abklärung.

  • Vitamin- und Nährstoffhaushalt: Nervensystem und Gehirnstoffwechsel sind auf eine konstante Versorgung angewiesen. Insbesondere ein Mangel an Vitamin D3 (25-OH), Vitamin B12, Folsäure sowie den Vitaminen B1, B2 und B6 kann die psychische Belastbarkeit senken.

  • Aminosäuren und Neurotransmitter: Die Aminosäure Tryptophan ist die Vorstufe des „Glückshormons“ Serotonin. Auch der Melatoninspiegel gibt Aufschluss über die Schlafqualität, die für die psychische Regeneration essenziell ist.

  • Eisenstatus und Blutbild: Ein großes Blutbild hilft dabei, eine Anämie (Blutarmut) auszuschließen, die oft zu extremer Müdigkeit und Schwäche führt.

  • Hormonelle Balance: Stresshormone wie Cortisol beeinflussen unsere Belastungsgrenze. Auch ein Ausschluss einer Schwangerschaft mittels ß-HCG kann bei Frauen zur Einordnung hormoneller Umstellungsphasen relevant sein.

  • Organwerte & Entzündungen: Parameter wie CRP (Entzündungswert), Leberwerte (GPT, GOT, Gamma-GT) sowie Nierenwerte (Kreatinin/GFR) dienen der allgemeinen organischen Abklärung.

Wichtiger Hinweis: Eine Laboranalyse ist ein wichtiger Baustein der Diagnostik, ersetzt jedoch bei einer manifesten Depression keine psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung. Bitte sprechen Sie bei akuten Krisen immer mit Ihrem behandelnden Arzt.


BLUTANALYSEN
Blutbild, groß 5,38 €

Elektrolyte

  • Natrium
  • Kalium
  • Calcium
6,70 €

GPT (ALT)

2,68 €

GOT (AST)

2,68 €

Gamma-GT

2,68 €

Kreatinin (GFR)

2,68 €

CRP

13,41 €

TSH basal

16,76 €

Cortisol basal

16,76 €

Tryptophan

38,20 €

Melatonin

50,28 €

ß-HCG (Schwangerschaftstest)

16,76 €

Vitamin D3 (25-OH)

32,18 €

Vitamin B1

38,20 €

Vitamin B2

38,20 €

Vitamin B6

38,20 €

Vitamin B12 + Folsäure

16,76 €

HIV-1/2 AK-Ag-Serologie

20,11 €

Lues/Syphilis Suchtest

23,46 €

Medikamentenspiegel
im Serum
(Preis abhängig von Subsanz)

URINANALYSEN
Urinstatus 2,35 €
Urinsediment 4,69 €
Albumin 10,05 €
+ Kreatinin 2,68 €

Drogenscreening

  • Amphetamine/Metamphetamine,
  • Benzodiazepine
  • Cannabinoide
  • Kokain
  • Opiate
  • Methadon
100,56 €