Labor-Informationen

Eine schnelle und breite Erregerdiagnostik kann zu einer Reduktion des Antibiotikaeinsatzes führen und unnötige Therapien vermeiden. Mit diesem Hintergrund wurden zum 1. Juli neue Abrechnungsmöglichkeiten im EBM (Kassenleistung) geschaffen und bestehende angepasst. Damit können nun erstmals respiratorische, urogenitale/sexuell übertragbare (STI) und auch gastrointestinale Infektionskrankheiten (GI) mit Hilfe von Multiplex-PCRs untersucht und abgerechnet werden.

Technisch werden dabei viele Erreger-PCRs in einem Reaktionsansatz gemessen; eine Einzelbestimmung ist nicht möglich. Die Ergebnisse liegen schneller vor als bei der Kultur, so dass Sie Ihre Therapieentscheidung oft vom Ergebnis der Untersuchung abhängig machen können.

Zusätzlich belastet die Anforderung dieser Multiplex-PCRs nicht Ihr Laborbudget, wenn die Ausnahmekennziffer 32006 angegeben wird.

 

Aktuell bietet Labor Staber Ihnen folgende Multiplex-PCRs an:

Respiratorische Infektionen

Material:  Abstrich trocken

EBM 32851

Multiplex-PCR Influenza/RSV Influenza A/B, RSV
(SARS CoV-2 bitte wie gewohnt anfordern!)
Multiplex-PCR Respir. Bakterien Bordetella pertussis/parapertussis, Chlamydia pneumoniae, Haemophilus influenzae, Legionella pneumophila, Mycoplasma pneumoniae, Streptococcus pneumoniae

Sexuell übertragbare Infektionen (STI)

Material: Abstrich trocken, Urin

EBM 32852

Multiplex-PCR STI Chlamydia trachomatis, Neisseria gonorrhoeae, Trichomonas vaginalis, Mycoplasma genitalium, Mycoplasma hominis*, Ureaplasma urealyticum*, Ureaplasma parvum*

Die mit * gekennzeichneten Erreger werden nebenbefundlich kostenlos mitbestimmt (kein EBM Bestandteil).

Anforderung der Multiplex-PCRs

In star.net® -Labor können Sie die oben genannten Multiplex-PCRs direkt anfordern, ansonsten bitte Muster 10 verwenden unter Nennung der Multiplex-Namen (z.B. „Multiplex-PCR Influenza/RSV + Respir. Bakterien“). Die Multiplex-PCRs können auch als  IGeL bzw. Privatleistung angefordert werden.


Ende September 2022 werden folgende weitere Multiplex-PCRs für Sie verfügbar sein:

Gastrointestinale Infektionen (GI)

Material: Stuhl

EBM 32853

Multiplex-PCR GI Bakterien Campylobacter, EHEC, EPEC, Salmonellen, Shigellen, Yersinia enterocolitica, Aeromonas spp.*, Clostridium difficile Toxin B*, EAEC*, ETEC*, Vibrio spp.*
Multiplex-PCR GI Viren Adenoviren, Astroviren, Noroviren (GI/GII), Rotaviren, Sapoviren
Multiplex-PCR GI Parasiten Cryptosporidium spp., Giardia lamblia, Entamoeba histolytica, Blastocystis hominis*, Cyclospora cayetanensis*, Dientamoeba fragilis*
Die mit * gekennzeichneten Erreger werden nebenbefundlich kostenlos mitbestimmt (kein EBM Bestandteil).

Respiratorische Infektionen

Material: Abstrich trocken, BAL

EBM 32851

Multiplex-PCR Respir. Viren

Adenoviren, Bocavirus, endemische Coronaviren OC43/229E/NL63, Enterovirus, humanes Metapneumovirus, Parainfluenzaviren, Rhinoviren

Ab dem 01. August 2022 arbeiten das Labor Staber und PVS Bayern zusammen. Bitte verwenden Sie ab dem 01. August ausschließlich die überarbeiteten Formulare. Diese fordern Sie bitte direkt bei Ihrem Labor an.

Die neuen Untersuchungsaufträge enthalten folgende Änderung, auf die wir Sie aufmerksam machen möchten:

Wenn die Abrechnung einer ärztlichen Leistung über die PVS gewünscht wird, markieren Sie bitte die entsprechenden Felder.

Neue IGeL-Aufträge Abrechnung ärztlicher Leistungen

Für Ihre und unsere Rechtssicherheit muss die Einwilligungserklärung auf der Rückseite vom Patienten unterschrieben werden.

Neue IGeL-Aufträge Einwilligungserklärung

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren zuständigen Außendienstmitarbeiter.

Der Goldstandard der dermatomykologischen Diagnostik war bisher die Mikroskopie des Direktpräparates in Kombination mit der Kultur. Da die Dermatophyten nur sehr langsam wachsen, benötigt die Kultur bis zu sechs Wochen.

Labor Staber bietet Ihnen zusätzlich zur Kultur eine Dermatophyten-Multiplex-PCR.

Die Multiplex-PCR hat eine deutlich höhere Sensitivität als die Kultur und eine sehr gute Spezifität. Mehr als 95% der bei unseren Einsendungen gefunden Pilze, einschließlich der gängigen zoophilen Spezies, können mit der neuen PCR auf Gattungsebene detektiert werden. Zudem können Mischinfektionen mit Candida albicans besser erkannt und Verlaufskontrollen unter Behandlung vorgenommen werden. Der größte Vorteil ist jedoch die Schnelligkeit des Verfahrens - der Befund ist bereits in ca. 3 Tagen fertig. Der Patient hat so schon sehr früh die Gewissheit, dass es sich um eine Dermatophytosis handelt und kann dann konsequent therapiert werden.

Die Dermatophyten-PCR detektiert: Trichophyton rubrum complex, Trichophyton mentagrophytes complex, Trichophyton tonsurans, Microsporum spp., Epidermophyton floccosum sowie Candida albicans.

  • Für eine insgesamt bessere und schnellere Diagnostik ist es unsere Strategie, beide Verfahren zu kombinieren:
    Die PCR für eine schnelle, sensitivere Diagnostik (auch bei Mischinfektionen), mit nahezu sofortigem Beginn einer gezielten Therapie

    UND
  • die Kultur, um ggf. seltene Arten bestimmen zu können, sowie zoophile von anthropophilen Dermatophyten zu unterscheiden (das Tier muss dann mitbehandelt werden, um Rezidive zu vermeiden).

Obwohl die PCR keine Kassenleistung ist und nur als IGeL bzw. über die PKV abgerechnet werden kann, sind die Vorteile einer solchen geteilten diagnostischen Strategie: Eine hohe Sensitivität und Spezifität, bei schnellstmöglichem Therapiebeginn und gegenseitiger Kontrollen der zwei Verfahren bei deutlich reduzierten Kosten gegenüber einer PCR auf Spezies-Ebene.

Preise können laborintern in der Abteilung Abrechnung oder bei Ihrem Außendienst erfragt werden.

Der Flyer für med. Fachpersonal zu diesem Thema können Sie über Materialbestellung anfordern oder auf der Homepage unter Link: www.labor-staber.de/dermatophyten-pcr vorab ansehen. 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren zuständigen Außendienst-Mitarbeiter.

Nicht-invasive pränatale Tests (NIPT) weisen im Vergleich zu herkömmlichen Screening-Methoden zuverlässig die häufigsten fetalen Aneuploidien nach. Neben der Reduzierung falsch-positiver Ergebnisse und der hohen Erkennungsrate tragen NIPTs beim Einsatz als Primärscreening dazu bei, die Zahl invasiver Eingriffe - und damit das Risiko einer Fehlgeburt – zu verringern.

VERISEQ ALS KASSENLEISTUNG
Die Untersuchung auf Trisomie 13, 18 und 21 mittels NIPT ist Bestandteil der Mutterschafts-richtlinien (Mu-RL, Abschnitt B, Nr. 3e) und kann ab dem 01.07.2022 als Kassenleistung angefordert werden, wenn im Rahmen der ärztlichen Schwangerenbetreuung die Frage entsteht, ob eine fetale Trisomie vorliegen könnte, und die Ungewissheit für die Schwangere eine unzumutbare Belastung darstellt. Der Test basiert grundsätzlich auf Freiwilligkeit.

ANFORDERUNG

  • Ab der 10. Schwangerschaftswoche möglich
  • Einwilligungserklärung der Patientin gemäß GenDG zwingend erforderlich
  • Bestellung des Testsets (Artikelnummer 8103#BDS) über das Lager Ihres Laborstandortes
  • Blutprobe mit dem Spezialröhrchen entnehmen und mit dem zugehörigen Anforderungsschein und Verpackungsmaterial direkt zum Partnerlabor Bioscientia Ingelheim versenden
  • Die Labordiagnostik kann einmal pro Schwangerschaft durchgeführt werden. Ihr Laborbudget wird nicht belastet.

BERATUNG NACH GENDIAGNOSTIKGESETZ
Die Schwangere muss laut GenDG beraten werden. Die Beratung wird vergütet

  • vor dem Test mit 9,46 € (84 Punkte, EBM-Ziffer 01789, Mindestdauer 5 min)
  • nach positivem Test mit 18,70 € (166 Punkte, EBM-Ziffer 01790, Mindestdauer 10 min)
  • bis zu viermal in der Schwangerschaft – beide Ziffern

Voraussetzung: Gynäkolog*innen mit Zusatzqualifikation fachgebundene genetische Beratung, Humangenetiker*innen oder Ärzt*innen mit der Zusatzbezeichnung Medizinische Genetik

VORTEILE DES VERISEQ-PRINZIPS

  • Hohe Sensitivität (99 %) und Spezifität (> 99 %) bestätigt.
  • Kurze Bearbeitungszeit durch vollautomatisierte Laborprozesse und NGS-Technologie.
  • Höchste Rate an validen Test-Ergebnissen unter allen NIPT-Anbietern aus zwei Gründen: Das VeriSeq-Prinzip erlaubt eine erfolgreiche Analyse auch bei Proben mit geringer fetaler cfDNA (< 4 %). Keine test-inhärenten Verzerrungen durch PCR-freien Ansatz.

VeriSeq ist wie alle NIPTs ein Screening-Test und darf nicht als alleinige Grundlage für die Diagnose verwendet werden. Weitere Bestätigungstests sind notwendig, bevor eine irreversible Entscheidung über eine Schwangerschaft getroffen werden kann.

 

Update:

Ergänzend bitten wir Sie um Beachtung der nachfolgenden Punkte für die Anforderung des NIPT auf Trisomien:

  • Blutprobe mit dem speziellen VeriSeq-Röhrchen entnehmen und 10x vorsichtig Überkopf schwenken (nicht schütteln!).
  • Anforderung mit dem speziellen Anforderungsschein Muster 10-Kombi-NIPT (VeriSeq) und Ihren regulären Labor Staber Barcode-Etiketten.
  • Blutprobe und Anforderungsschein über den Fahrdienst ins Labor Staber senden. Achtung! Der direkte Versand zum Partnerlabor in Ingelheim entfällt!

Durch dieses Vorgehen entsteht für Sie kein zusätzlicher Aufwand bei der Beauftragung der Untersuchung. Den Befund erhalten Sie vorerst direkt von unserem Partnerlabor.
Bitte beachten Sie, dass es in der Anfangsphase aufgrund der erhöhten Nachfrage zu kurzfristigen Lieferverzögerungen der Verbrauchsmaterialien kommen kann. Wir bitten hierfür um Ihr Verständnis.
Anmerkung:
Die Geschlechtsbestimmung sowie Untersuchung von Aneuploidien der Geschlechtschromosomen können als Zusatzuntersuchungen auf IGeL-Basis ebenfalls über den VeriSeq-Kombischein beauftragt werden (keine Kassenleistung!).

Mit dem Ende der Übergangsfrist der EU-Verordnung über In-vitro-Diagnostika (IVDR) im Mai 2022 erlangten mehrere Richtlinien/Gesetze im Bereich Medizinprodukte abschließend ihre Gültigkeit. Mit der neuen IVDR werden die Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen an die Hersteller und Labore verschärft.
Wir sind dabei bestrebt, die Auswirkungen auf Ihre Praxis möglichst gering zu halten und arbeiten verstärkt an der Umsetzung der Forderungen und Anpassung unserer Laborprozesse. Auch bisher etablierte In-House-Verfahren werden wir Ihnen größtenteils weiterhin anbieten können.

Die folgenden Änderungen werden in den kommenden Monaten auf Sie zukommen:

  1. Untersuchungen werden seitens der Testhersteller z.T. unter der neuen IVDR nicht fortgeführt. Damit verbunden sind:
    1. Umstellung der Untersuchungsverfahren im Labor (ggf. mit Referenzbereichsänderung)
    2. Einstellung von Untersuchungsverfahren, für die eine qualitativ hochwertigere Diagnostik verfügbar ist (z.B. KBR, Stuhl auf Ausnutzung)
  2. Blutentnahmeröhrchen, die außerhalb der Akzeptanzkriterien der Hersteller befüllt sind, können z.T. nicht mehr bearbeitet werden. Auch keine Messungen „unter Vorbehalt“ möglich.
    Hiervon betroffen sind vor allem:
    1. Citrat (Unterfüllung von maximal 10 % akzeptabel)
    2. ThromboExact/GlucoExact (keinerlei Unterfüllung akzeptabel)

      Serum-Röhrchen sind hiervon nicht betroffen, jedoch sollte das Volumen für die Anforderungen ausreichend sein.

      Hinweis: Butterfly-Kanülen führen durch das Totvolumen im Schlauch der Kanüle automatisch zu einer Unterfüllung (bis zu 300 μl je nach Schlauchlänge). Daher Leerröhrchen zum Befüllen des Schlauches vor der eigentlichen Probennahme einsetzen.
  3. Verdünnungen über die vom Hersteller vorgegebenen Messbereiche hinaus (z.B. Ausverdünnen von Tumormarker-Bestimmungen auf Praxiswunsch) können nicht mehr durchgeführt werden. Auch keine Messungen „unter Vorbehalt“ möglich.
  4. Untersuchungsmaterialien, die seitens der Hersteller nicht freigegeben sind, können z.T. nicht mehr angeboten werden (z.B. Blutbildmessung aus Citrat, seltene Anforderungen aus Punktaten).

WICHTIG! Bitte achten Sie daher in den kommenden Monaten verstärkt auf Hinweise auf den Befunden und/oder weitere Laborinformationen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung.

Allgemeines: Affenpocken sind eine seltene, primär zoonotische Viruserkrankung, die durch das Affenpockenvirus Orthopoxvirus simiae (Monkeypox virus, MPXV) hervorgerufen wird. Der typische Übertragungsweg findet in den Endemiegebieten in West- und Zentralafrika bei engem Kontakt zu infizierten Nagetieren statt.
Übertragungen von Mensch-zu-Mensch sind nach aktuellen Erkenntnissen bislang selten. Voraussetzung ist ein enger Haut- bzw. Schleimhautkontakt mit infektiösem Material aus den Hautläsionen einer infizierten Person (Bläscheninhalt, Krusten). Auch eine Übertragung durch respiratorische Tröpfchen/Sekrete ist bereits in frühen Stadien nach Auftreten von unspezifischen Symptomen bei direktem Kontakt im Nahfeld möglich („Tröpfcheninfektion“).
Im Mai 2022 wurden erstmals in verschiedenen Ländern außerhalb Afrikas Fälle von Affenpocken registriert, darunter auch in Deutschland. Das Besondere an diesen Fällen ist, dass die Betroffenen zuvor nicht – wie sonst bei Erkrankungsfällen in der Vergangenheit – in afrikanische Länder gereist waren, und dass viele Übertragungen offenbar im Rahmen von sexuellen Aktivitäten erfolgt sein könnten.

Klinik: Erste Symptome sind Fieber, Kopf-, Muskel-/Rückenschmerzen und geschwollene Lymphknoten. Nach einigen Tagen entwickeln sich Hautveränderungen, welche simultan die Stadien vom Fleck bis zur Pustel (Macula, Papula, Vesikula und Pustula) durchlaufen und letztlich verkrusten und abfallen. Der Ausschlag konzentriert sich auf Gesicht, Handflächen und Fußsohlen, kommt aber auch insb. bei den aktuell beobachteten Fällen anogenital vor. Inkubationszeit 5-21 Tage, Erkrankungsdauer 2-4 Wochen. Die klinischen Verläufe sind überwiegend milde, jedoch Neugeborene, Kinder, Schwangere, alte Menschen und Menschen mit zugrunde liegenden Immunschwächen können schwer erkranken.

Indikation:

  • Tierkontakte bzw. Aufenthalt in Endemiegebieten oder
  • Enger Kontakt zu nachweislich mit MPXV infizierten Menschen innerhalb der letzten 21 Tage vor Symptombeginn oder
  • Sexuelle Kontakte mit nicht-festen Partnern in den letzten 21 Tagen (insbes. MSM)

Diagnostik und Material:
Trockener Abstrich falls möglich von Vesikelflüssigkeit oder offenen Hautläsionen, sonst Krustenmaterial (mit Pinzette nativ in ein steriles Röhrchen geben). Es sollten 2-3 Läsionen untersucht werden. Bei hochgradigem Verdacht (eindeutiger Kontakt und Symptome) kann bei fehlenden Effloreszenzen auch ein Rachenabstrich untersucht werden. Bitte beachten Sie bei der Entnahme die Hygienevorschriften des RKI.
Sofern zur Differentialdiagnose noch Windpocken/Zoster (VZV) oder Herpes-Simplex-Virus (HSV) ausgeschlossen werden sollen, bitte einen zweiten trockenen Abstrich einschicken. Ggf. Syphilis mittels Serologie ausschließen.

Bitte informieren Sie das Labor vorab telefonisch und verpacken Sie das Material gesondert mit einer Umverpackung (durchsichtige Tüte) und kennzeichnen Sie das Material eindeutig als Affenpocken-Verdachtsfall. Wir leiten das Material an das Konsiliarlabor für Pockenviren des RKI (Labor der biologischen Schutzstufe 3) weiter. Material von bestätigten Fällen darf nicht über Labor Staber verschickt werden – hier bitte direkten Kontakt zum Konsiliarlabor für Pockenviren am RKI aufnehmen.

Meldepflicht: Meldung bei Erkrankung und Tod, sofern eine Laborbestätigung vorliegt.

Weblinks:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/A/Affenpocken/Hygiene.html

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/A/Affenpocken/Affenpocken.html

 

Wir haben uns entschlossen unser Laborinformationssystem in der Zytologie und Pathologie auf MEDAT umzustellen. Bereits seit April 2016 wurden unsere Partnerlabore nacheinander umgestellt und arbeiten erfolgreich mit dieser Software. Durch die Nutzung eines gemeinsamen Systems werden die internen Prozesse vereinfacht.
Die Inbetriebnahme des neuen Laborinformationssystems ist für den 01.12.2021 geplant.

Im Zuge der Umstellung werden sich evtl. kleine Änderungen im Befundlayout ergeben!

Wir bitten Sie, wenn möglich ab sofort, die Zyto- und Pathologie-Anforderungsscheine mit Barcodes zu versehen. Sollten Ihnen noch keine Barcodes vorliegen, bitten wir Sie Kontakt mit uns aufzunehmen.

Trotz aller Bemühungen im Vorfeld kann es zu punktuellen Verzögerungen bei der Befundübermittlung kommen.

Bitte kontaktieren Sie uns umgehend, wenn es zu Unregelmäßigkeiten kommt. Wir haben uns sehr bemüht, die Umstellung bestmöglich vorzubereiten. Da es sich aber um eine umfassende Änderung handelt, sind vorübergehende kleine Verzögerungen nicht auszuschließen. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Sie erreichen uns unter den Durchwahlen:
0921 - 507 204 531 Abteilung Zytologie
0921 - 507 204 549 Büro Zyto-/Pathologie

Labor Staber möchte Ihnen eine mikrobiologische Diagnostik nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen bieten. Neue technische Entwicklungen (z.B. MALDI-TOF), neue internationale Leitlinien zur Diagnostik und Behandlung der Harnwegsinfektionen, neue Bewertung der Präanalytik und Analytik (z.B.  Bedeutung der Leukozyturie) haben zu Änderungen der mikrobiologischen Diagnostik von Urin-Proben geführt.

Daher passen wir zum 15.11.2021 unsere mikrobiologische Urindiagnostik wie folgt an:
 

PRÄANALYTIK
  • Uringewinnung: Die Anleitung zur Probengewinnung im Leistungsverzeichnis bitte beachten! Vermeidung einer Kontamination ist wichtig; Mischkulturen mit mehr als 2 uropathogenen Keimen werden nur nach Rücksprache bearbeitet.
  • Exakte Kennzeichnung des Materials: Mittelstrahlurin, Dauerkatheterurin, Einmalkatheterurin, Punktionsurin (Blase / Nierenbecken), Urin nach Prostatamassage, Urin aus Nephrostomie-Katheter etc.  
    Auch bei Uricult ist die Gewinnungsart zusätzlich anzugeben! Wir bitten allerdings von der Verwendung von Eintauchnährböden (Uricult) abzusehen wegen massiver Nachteile für die Diagnostik: die Schwierigkeit einer validen Keimzahlbestimmung, ggf. längere Bearbeitungsdauer wegen Überlagerung der Keime, kein Wachstum von anspruchsvollen Bakterien, keine U-Status/U-Sediment bestimmbar u.a. Wir empfehlen, stattdessen borsäurehaltige Röhrchen (grün/Best.#10.253) zu verwenden. Borsäure stabilisiert die Keimzahl für 24h.
  • Abnahmezeit: genaue Uhrzeit und Datum der Abnahme angeben. Diese sind erforderlich, um die Transportdauer zu beurteilen und korrekte Befunde zu erstellen (nach DIN EN ISO 15189).
  • Transport: Borsäurehaltige Urine können innerhalb 24h gut bearbeitet werden. Ohne Borsäure müssen Urine ungekühlt innerhalb von 4h oder durchgehend gekühlt innerhalb von 24h nach Entnahme bearbeitet werden (ggf. Zwischenlagerung im Praxiskühlschrank).
  • Proben, die ohne Borat und ungekühlt >4h bzw. mit Borat >24h unterwegs waren, dürfen (laut den Qualitätsstandards in der mikrobiologisch-infektiologischen Diagnostik (MiQ), Stand 2020) nicht mehr bearbeitet werden.
  • Achtung: für Urinstatus/Sediment und andere nicht-kulturelle Untersuchungen bitte weiter Nativurin in gelben Röhrchen (Best.#10.252) einsenden.
ANALYTIK
  • Längere Bebrütung: In unserem Labor werden Urine 48h bebrütet.
  • Die bislang häufig als Standard zur mikrobiologischen Diagnose einer Harnwegsinfektion verwendete Nachweisgrenze einer Keimkonzentration von ≥ 105 KBE/ml bei Untersuchung von Mittelstrahl- oder Einmalkatheter-Urin, die sogenannte "signifikante Bakteriurie" erfährt in Abhängigkeit von Uringewinnung, Vorliegen einer Leukozyturie, und klinischem Befund, eine Korrektur zu niedrigeren Erregerkonzentrationen (102 oder 103).
  • Der Hemmstofftest wird weiterhin gemacht.
  • Beurteilung anhand der Leukozyturie: Angaben hierzu sind nach neuer Maßgabe ein wichtiges Kriterium für den diagnostischen Pfad und die Beurteilung. Bei fehlender Information zur Leukozyturie, werden alle Urine als leukozytenhaltig behandelt.
  • Typische und potenziell uropathogene Erreger (siehe Tabelle) werden identifiziert und eine Empfindlichkeitstestung wird durchgeführt.
    Kontaminanten werden identifiziert, eine Empfindlichkeitstestung ist in der Regel nicht erforderlich.
BEFUNDUNG
  • Beurteilung: Der Befund enthält zukünftig eine Gesamtbeurteilung mit einem Vorschlag für die mikrobiologische Interpretation, in der das Material, die Erreger mit Keimzahl, die Klinik und die Leukozyturie berücksichtigt werden.
  • Antibiogramme: Es werden alle harngängigen Wirkstoff-Klassen mit bekannter Aktivität und gegebenen Grenzwerten für jede Erregerspezies getestet. Bei bestimmten Medikamenten und Erregerkombinationen existieren keine Grenzwerte für die Testung. Daher kann keine Interpretation ausgegeben werden.
  • Zusatztexte: Für neu anerkannte Uropathogene wie Aerococcus spp., Actinotignum schaalii, und weitere werden Erläuterungen und Interpretationshilfen im Befund beigefügt.
  • Therapiehinweise: Für die Therapie sind wichtige Hinweise zu beachten z.B. Antibiotika nur für unkomplizierte HWI (Kennzeichnung „ ° “) oder Wechsel des Blasendauerkatheters.
EINTEILUNG HÄUFIGER ERREGER IM URIN
Typischerweise uropathogene Erreger
Enterobacterales, u.a.: E. coli, Klebsiella sp., Proteus sp., Morganella sp., Providencia sp., Enterobacter sp., Citrobacter sp.; Pseudomonas aeruginosa, Staphylococcus saprophyticus, β-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A und B
Potenziell uropathogene Erreger
Staphylococcus aureus, Staphylococcus lugdunensis, Enterokokken, Aerococcus urinae, Aerococcus sanguinicola, Actinotignum schaalii, Corynebacterium urealyticum, Hefen
Urogenitale Flora (Kontaminanten):
Haemophilus sp., Neisseria sp., Lactobacillus sp., vergrünende Streptokokken, Koagulase-negative Staphylokokken, Corynebacterium sp. (außer C. urealyticum), Aerococcus sp. (außer A. urinae/sanguinicola)

 

In den kommenden Monaten wird die Kombinationsanforderung auf SARS-CoV-2 und Influenza zur Abklärung respiratorischer Symptome erneut zunehmend von Bedeutung sein.

Wir bitten Sie daher folgendes Vorgehen weiterhin einzuhalten:

  1. Kurative Anforderungen (Patienten mit Symptomen)
    In der Regel wird die Kombinationsanforderung nur bei Patienten mit Symptomen relevant sein. In diesen Fällen kann die Einsendung unter einer Auftragsnummer erfolgen.
    - Muster 10C (mit Kennzeichnung „Diagnostische Abklärung“) für die Corona-Diagnostik
    - Muster 10 für die Influenza-Diagnostik
    - Material: 1 trockener Abstrich
  2.  Weitere Anforderungsmöglichkeiten
    Bei der Beauftragung der Corona-Diagnostik bei asymptomatischen Personen z.B. im Rahmen von Ausbruchsgeschehen oder bei Kontaktpersonen sind bei der Kombinationsanforderung mit Influenza aufgrund unterschiedlicher Kostenträger zwingend zwei separate Aufträge erforderlich.
  • OEGD-Formular für die Corona-Diagnostik + 1 trockener Abstrich → 1. Barcodenummer
  • Muster 10 für die Influenza-Diagnostik + 1 trockener Abstrich → 2. Barcodenummer

Bisher haben wir geeignete positive SARS-CoV-2-Proben auf das Vorliegen einer Variant of Concern (VOC) getestet. Seit Monaten dominiert auch in Deutschland die Delta-Variante, die praktisch für alle Infektionen der aktuellen Welle verantwortlich ist. 

Mit der bei uns etablierten VOC-PCR weisen wir in nahezu 100 % der auswertbaren Proben die für die Delta-Variante charakteristische Mutationen nach. In den letzten 3 Monaten gab es unter annähernd 10.000 Proben nur noch eine einzige Ausnahme. 

 

Aktuell steigen die PCR-Anforderungen auf SARS-CoV-2 wieder massiv an. Die Positivenrate liegt auf einem im Pandemieverlauf bisher nicht beobachteten Niveau und wird vermutlich noch weiter steigen. Die Durchführung der VOC-PCR für eine so große Zahl von Proben bringt uns an personelle und logistische Grenzen. Die Ressourcen, die die VOC-Testung im Labor derzeit bindet, werden dringend an anderer Stelle benötigt.

Wir sehen das VOC-Sreening mittels PCR in der momentanen epidemiologischen Situation nicht mehr als sinnvoll an und haben uns vor diesem Hintergrund entschlossen, diese Untersuchung ab sofort bis auf weiteres einzustellen.

 

Bitte beachten Sie:

Wir werden weiterhin entsprechend der Coronavirus Surveillance Verordnung (CorSurvV) eine ausreichende Zahl zufällig ausgewählter Proben einer Sequenzanalyse zuführen. Zusätzlich besteht für die Gesundheitsämter weiterhin die Möglichkeit, für einzelne positive Proben zur Klärung spezieller epidemiologischer Fragestellungen eine Sequenzierung nachzufordern (ausreichende Viruslast vorausgesetzt).

Im Gegensatz zur VOC-PCR, die nur gezielt wenige bekannte Mutationen erfassen kann, wird bei der Sequenzierung das gesamte Virusgenom analysiert. Neue potentiell problematische Varianten und Subvarianten des Virus können nur mittels Sequenzanalyse (und nicht über die VOC-PCR) identifiziert werden.

Bedeutet ein SARS-CoV-2-Antikörpernachweis auch Immunität?

 

Viele Menschen haben bereits eine Corona-Infektion durchgemacht oder mittlerweile die Impfungen gegen COVID-19 erhalten und stellen sich jetzt die Frage, ob sie dadurch einen ausreichenden Immunschutz aufgebaut haben.

Zum Nachweis von Antikörpern gegen COVID-19 steht mittlerweile eine Vielzahl an kommerziellen Testsystemen zur Verfügung, welche sich im Wesentlichen durch die eingesetzten Zielstrukturen unterscheiden. Antikörper gegen das Nukleocapsid-Protein können dabei nur eine durchgemachte Infektion nachweisen.

Im Staber-Verbund bieten wir daher routinemäßig die Testung von Antikörpern gegen Komponenten des Spike-Proteins an, die sowohl Antikörper nach durchgemachter Infektion als auch nach Impfung mit den derzeit auf dem deutschen Markt freigegebenen Impfstoffen nachweisen kann.

Der auf dem Befund ausgegebene Cut-off-Wert (Entscheidungsgrenze) für ein positives Antikörperergebnis basiert derzeit auf den Angaben der Testhersteller. Die bisherigen Ergebnisse der letzten Monate weisen eine hohe Variabilität auf, was zum einen auf methodenspezifische Schwankungen, zum anderen aber auch auf eine starke individuelle Immunantwort hinweist. Hierzu müssen erst weitere Studien abgewartet werden, so dass zum aktuellen Zeitpunkt nur bedingt ein Rückschluss auf die Schutzwirkung und/oder Schutzdauer gezogen werden kann.

 

Bei weiteren Rückfragen wenden Sie sich bitte an Ihr Laborteam vor Ort.

Aufgrund der steigenden Fallzahlen nachgewiesener Infektionen mit SARS-CoV-2 hat der Bewertungsausschuss mit Wirkung zum 28.02.2020 die zugrundeliegenden Voraussetzungen für die Labordiagnostik angepasst.
Die Untersuchungsindikation ist ab sofort nicht mehr ausschließlich an die RKI-Falldefinitionen geknüpft, sondern kann nach ärztlichem Ermessen unter Berücksichtigung der RKI-Kriterien gestellt werden. Als Orientierungshilfe dient dabei das Schema des Robert Koch-Instituts (RKI) zur Verdachtsabklärung, welches auf den Internetseiten des Instituts zu finden ist. Bitte nutzen Sie diese Fallkriterien und klären Sie Patienten auf, die nicht diesen Kriterien entsprechen, dass eine Untersuchung nicht erforderlich ist. Dies soll allen helfen, die wirklichen Verdachtsfälle zeitnaher bearbeiten zu können.
Bei gleichzeitiger Testung von SARS-CoV-2 plus Influenza würden wir Sie zudem bitten wie folgt vorzugehen:
Entnehmen Sie für SARS-CoV-2 möglichst parallel Material der oberen Atemwege (obligater Leistungsinhalt) ggf. zusätzlich der tiefen Atemwege (fakultativer Leistungsinhalt). Verwenden Sie ausschließlich trockene Abstrichtupfer und versenden dieses Material gemeinsam mit dem Abstrich für Influenza ins Labor.

Die Untersuchungsmaterialien (SARS-CoV-2 plus ggf. Influenza) packen Sie bitte:

  • in eine rote Notfalltüte (nur Untersuchungsmaterialien!)
  • die erste verschlossene rote Notfalltüte (mit Untersuchungsmaterial) packen Sie bitte in eine zweite rote Notfalltüte
  • in die zweite rote Notfalltüte kommt bitte auch der Untersuchungsauftrag.

!!! Beide Tüten kommen dann in eine „Übertüte“ und werden so dem Fahrdienst überreicht!!!


Wichtig: Bitte beschriften Sie die Tüte gut lesbar mit „Corona
Proben, die nicht korrekt verpackt sind, stellen eine Gefährdung unserer Mitarbeiter dar und verstoßen gegen die geltenden Transportvorschriften.

Meldepflicht und Abrechnung:
Um einen meldepflichtigen begründeten Verdachtsfall handelt es sich laut RKI, wenn die Person Kontakt zu einem bestätigten Fall hatte oder innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet gewesen ist und die entsprechenden Symptome aufweist. Alle anderen Verdachtsfälle sind nicht mehr zu melden.
Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sind auch weiterhin mit der GOP-Ziffer 88240 zu kennzeichnen.

Auch bei uns im Labor herrscht im Moment ein Ausnahmezustand. Wir versichern Ihnen, dass wir sehr bemüht sind Ihre Abstriche schnellstmöglichst zu bearbeiten.

Bitte haben Sie aber Verständnis, dass es zu Verzögerungen kommen kann (hohes Probenaufkommen, Lieferschwierigkeiten von Reagenzien, Krankenstand unserer Mitarbeiter usw.).

Das Robert Koch Institut hat auf seiner Homepage viele nützliche Artikel zum Coronavirus SARS-CoV-2 veröffentlicht.

Auf dieser Seite finden Sie eine Orientierungshilfe für Ärzte COVID-19 bzgl. Verdachtsabklärung und Maßnahmen.

Hier finden Sie einen Überblick der Risikogebiete.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat ein Infoblatt zum Thema "VERDACHT AUF EINE SARS-COV-2-INFEKTION? SO KÖNNEN SIE IN DER PRAXIS VORGEHEN" veröffentlicht. 

Oftmals wird aus einem Material sowohl eine mikrobiologische als auch eine klinisch-chemische bzw. molekularbiologische Untersuchung benötigt. In solchen Fällen erhalten wir häufig nur ein Röhrchen. Das Material muss dann manuell geteilt werden.

Diese Prozedur kann trotz größter Sorgfalt verschiedene Fehler wie Kontamination des Probenmaterials, Infektionsgefährdung des/der Mitarbeiter/in, Zeitverzögerung und Probenverwechslung mit sich bringen.

Wir würden Sie daher bitten, uns für solche Doppel- bzw. Mehrfachanforderungen mindestens 2 Röhrchen mit dem entsprechenden Material (wenn möglich mit 2 Scheinen) zuzusenden.

Zur Verdeutlichung finden Sie Beispiele in folgender Tabelle:

Material Mikrobiologische Untersuchung Klinisch-chemische bzw. molekularbiolgische Untersuchung
Liquor Pathogene Keime Reiberschema, oligoklon. Banden, AK-Indices, Erreger-PCR
Punktat Pathogene Keime Zellzahl, Eiweiss, Harnsäure, Borrelien-PCR
Stuhl Pathogene Keime Calprotectin, M2PK, Erreger-Antigene
Bronchialsekret Pathogene Keime Erreger-PCR
Urin Pathogene Keime Urinstatus, Urinsediment, Harnsäure, Proteinuriediagnostik
Ejakulat Pathogene Keime Spermiogramm, Fructose, Carnitin, Zink, Erreger-PCR

Für Untersuchungen mittels PCR ist generell ein gesondertes Röhrchen bzw. ein Extra-Abstrich erforderlich.

Hiermit möchten wir Sie informieren, dass sich im März 2020 das Format der OC-Sensor Patienten-Sets zur Durchführung der iFOBT-Diagnostik ändern und verbessern wird.

Das komplette Entnahmeset, bestehend aus dem Spezial-Probenröhrchen, einem Stuhlfänger sowie einer Entnahmeanleitung, ist zukünftig jeweils in einem Umschlag aus 80 % Recyclingkarton verpackt, welcher den Patienten zur Probennahme direkt mitgegeben werden kann. Das Design und auch die Handhabung der Röhrchen für den Patienten bleiben dabei unverändert.

Hämoglobin im Stuhl (iFOBT) @ Labor Staber

Bitte beachten Sie zudem auch weiterhin, dass für eine reibungslose Abarbeitung Ihrer Proben in unserem Labor der Patienten-Barcode direkt auf dem Probenröhrchen und nicht auf der Umverpackung angebracht ist.

Die Bestellung der neuen OC-Sensor Patientensets im Labor erfolgt für Sie wie bisher kostenfrei über den Bestellschein „Verbrauchsmaterialien Labor“. Nach der Umstellung werden automatisch die neuen Sets an Sie ausgeliefert.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen sehr gern zur Verfügung.

Wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir ab Montag, den 10.2.2020 die PCR-Diagnostik für das neuartige Coronavirus (2019-nCoV) im Staber-Verbund anbieten können.

Weiterhin ist es sinnvoll 2 Materialien einzusenden (aus dem oberen und unteren Respirationstrakt).

Bitte achten Sie genau darauf, dass das neuartige Coronavirus nur bei Verdachtsfällen nach der Falldefinition des Robert-Koch-Institutes (RKI) eine Kassenleistung ist (siehe auch die Internetseite des RKI für Details)!

!!! ACHTUNG !!! Die RKI-Falldefinition wurde leicht verändert:

  1.  Personen mit erfülltem klinischen Bild oder unspezifischen Allgemeinsymptomen UND Kontakt mit einem bestätigten Fall mit 2019-nCoV

    oder
     
  2.  Personen mit erfülltem klinischen Bild UND Aufenthalt in einem Risikogebiet (Chinesische Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang – Stand 8.2.2020)

Definitionen:

Klinisches Bild: Person mit akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere mit / ohne Fieber

Kontakt: Innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn: Versorgung bzw. Pflege einer Person, insbesondere durch medizinisches Personal oder Familienmitglieder ODER Aufenthalt am selben Ort (z.B. derselbe/dieselbe/dasselbe Klassenzimmer, Arbeitsplatz, Wohnung/Haushalt, erweiterte Familienkreis, Krankenhaus, andere Wohn-Einrichtung, Kaserne oder Ferienlager) wie eine Person, während diese symptomatisch war.

Wahrscheinlicher Fall: Person mit erfülltem klinischen Bild UND Kontakt mit einem bestätigten Fall.

In diesen Fällen ist eine dringende Information von Ihnen an das Gesundheitsamt notwendig. Der Patient sollte unmittelbar isoliert und stationär abgeklärt werden. Eine Einsendung von Untersuchungsmaterial ans Labor Staber ist nur nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und den Laborärzten sinnvoll.

!!! Wichtig !!!

Bitte geben Sie bei Ihrer Abrechnung die Ausnahmekennziffer 32006 (meldepflichtige Erkrankung) an, damit Ihr Fallwert durch diese Untersuchung nicht belastet wird. Zusätzlich muss der Verdachtsfall oder die Infektion mit der Ziffer 88240 gekennzeichnet werden.

Das neue Coronavirus – 2019-nCoV – breitet sich derzeit mit erheblicher Geschwindigkeit innerhalb Chinas und auf weitere Länder aus. Der erste Fall in Deutschland wurde am 28.1.2020 aus Bayern gemeldet. Noch besteht für alle außerhalb Chinas nachgewiesenen Fälle ein epidemiologischer Zusammenhang mit dem ursprünglichen Geschehen. Auf der Basis dieser Einschätzung sollte ein begründeter Krankheitsverdacht aktuell nur bei akuter respiratorischer Symptomatik und Kontakt zu bestätigtem 2019-nCoV-Fall oder Aufenthalt im Risikogebiet innerhalb der Inkubationszeit von 14 d gestellt werden. Diese Einschätzung wird sich ändern, sobald autochthone Infektionsketten außerhalb Chinas bekannt werden.

Diagnostik
Der Nachweis von 2019-nCoV erfolgt ausschließlich als Direktnachweis der Virus-RNA mittels PCR aus Abstrichen und Sekreten des Respirationstraktes.

Bitte entnehmen Sie Material aus dem tiefen Respirationstrakt (Sputum, Trachealsekret, BAL) und senden Sie zusätzlich einen Abstrich aus dem Nasen-Rachen-Raum ein.
Bitte trockenen Abstrichtupfer verwenden, keine Tupfer mit Gel!

Das Untersuchungsmaterial packen Sie bitte:

  • in eine rote Notfalltüte (nur Untersuchungsmaterial!)
  • die erste verschlossene rote Notfalltüte (mit Untersuchungsmaterial) packen Sie bitte in eine zweite rote Notfalltüte
  • in die zweite rote Notfalltüte kommt bitte auch der Untersuchungsauftrag.

!!! Beide Tüten kommen dann in eine „Übertüte“ und werden so dem Fahrdienst überreicht !!!

Wichtig: Bitte beschriften Sie die Tüte gut lesbar mit „Corona“

Die Untersuchung auf 2019-nCoV versenden wir gegenwärtig noch an ein Partnerlabor im Sonic-Verbund, sie steht jedoch in Kürze auch bei uns zur Verfügung. Die PCR auf 2019-nCoV ist zur Zeit noch keine Kassenleistung, so dass betroffene Patienten bis zu einer Entscheidung der KV von uns eine Rechnung erhalten, die sie bei Ihrer Krankenkasse einreichen können.

Bitte denken Sie bei der Diagnostik an die aktuelle Grippewelle (Influenza ist noch deutlich wahrscheinlicher als eine Infektion mit 2019-nCoV!) und an die Differentialdiagnostik bakterieller Infektionen, die ggf. eine Antibiotikagabe erfordern. Sowohl bei Influenza als auch bei Coronavirusinfektionen stellt eine bakterielle Superinfektion eine schwere, ggf. lebensbedrohliche Komplikation dar!

Meldepflicht
Bei Krankheitsverdacht besteht namentliche Meldepflicht nach §6 IfSG, Abs. (1), Satz 5 „Auftreten einer bedrohlichen übertragbaren Krankheit“ für den behandelnden Arzt. Positive Nachweise im Labor werden von uns auf der Basis von §7 IfSG, Abs. (2) an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet.

Diese Information basiert auf dem Erkenntnisstand vom 29.1.2020. Die epidemiologische Situation und ggf.  davon abgeleitete Empfehlungen der Gesundheitsbehörden ändern sich momentan mit hoher Dynamik. Aktuelle Daten und Empfehlungen finden Sie unter anderem im Informationsangebot des Robert-Koch-Institutes und der WHO:

www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.htm

www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/situation-reports/

Ab dem 01.01.2020 wird die Untersuchung der Humanen Papillomaviren (HPV) Bestandteil des Zervixkarzinomscreenings. Damit wird der Erkenntnis Rechnung getragen, dass eine persistierende Infektion mit HPV eines sogenannten High-Risk-Typs den wichtigsten Risikofaktor für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs darstellt. Frauen ab einem Alter von 35 Jahren haben zukünftig alle drei Jahre Anspruch auf ein kombiniertes Zervixkarzinomscreening, das aus zytologischer Untersuchung und HPV-Test (Co-Testung) besteht. Für Frauen im Alter von 20 – 34 Jahren ändert sich nichts, weiterhin kann einmal jährlich das zytologiebasierte Screening in Anspruch genommen werden.

Da sowohl zytologische Untersuchungen als auch die Testung auf HPV zu unserem Leistungsspektrum gehören, können wir Ihnen die Co-Testung aus einer Hand anbieten.

Untersuchungsmaterial

Ein Abstrich Zytologie (Objektträger) und ein HPV-Abstrichbesteck (für Co-Testung ab 35 Jahre) oder alternativ ein Abstrich Dünnschichtzytologie.

Aus dem Abstrich für die Dünnschichtzytologie können weiterhin beide Untersuchungen durchgeführt werden, so dass in diesem Fall nur ein Material entnommen werden muss.

Geeignete Entnahmesysteme sind über unseren Versand erhältlich.

Nachfolgend finden Sie die Screeningalgorithmen (einschließlich ergebnisabhängiger Abklärungsdiagnostik) für die beiden Altersgruppen basierend auf der Veröffentlichung des G-BA. Konkrete Beschlüsse des Bewertungsausschusses zur Leistungserbringung, Leistungsbewertung und Dokumentation der Ergebnisse  wurden bisher noch nicht bekanntgegeben. Wir werden Sie darüber zeitnah informieren und stehen für alle Fragen rund um das Zervixkarzinomscreening gerne zur Verfügung.

Zervixkarzinomscreening > 35 Jahre Labor Staber

Zervix2

## ERGÄNZUNG VOM 23. DEZEMBER 2019 ##

Eine Übersicht der in Frage kommenden Abrechnungsziffern und ggf. zu beachtenden Abrechnungsausschlüsse und Einschränkungen finden Sie in der nachfolgenden Tabelle. In den letzten beiden Spalten sind die für den jeweiligen Untersuchungsumfang benötigten Abstrichmaterialien aufgeführt. Für die ausschließliche Anforderung einer zytologischen Untersuchung genügt der klassische Objektträger (PAP-Abstrich). Die Dünnschichtzytologie ist ab 1.1.2020 ausdrücklich zugelassen, daraus können wir auch die HPV-Testung durchführen, so dass in diesem Fall nur ein Material entnommen werden muss.

In der Abrechnung der zytologischen Leistungen und des HPV-Testes sind die Kosten für benötigte Objektträger, Abstrichbestecke, Probengefäße und Fixierlösungen enthalten. Die Bereitstellung erfolgt deshalb zukünftig kostenlos durch unser Labor. Bitte nutzen Sie für die Bestellung das Bestellformular „Histologie/Pathologie/Zytologie“.

Anforderung EBM Gebührenposition Überweisung Material Einschränkung / Bemerkung
  Untersuchung
einschl. Materialentnahme *1 *2
Abrechnung Praxis
Zytologie *1
Abrechnung
Labor
HPV-Test *1
Abrechnung
Labor
  1. Wahl Alternative  
Primärscreening
20 bis 34 J. - jährlich
01761 01762   Muster 39 PAP-Abstrich Dünnschichtzytologie
(ThinPrep)
Aus dem Untersuchungsmaterial, das für das Zervixkarzinomscreening
entnommen wurde, sind weitere mikrobiologische Untersuchungen in
der Regel nicht möglich und auf der Basis der getroffenen EBM-Regelung nicht berechnungsfähig.
Bei zusätzlich bestehenden Infektionsverdacht bitte ein weiteres für die
jeweilige Fragestellung geeignetes Material einsenden (Muster 10).
Primärscreening
ab 35J. - alle 3 Jahre
01761 01762 01763 Muster 39 Dünnschichtzytologie
(ThinPrep)
PAP-Abstrich und
HPV-Abstrich
Abklärungsdiagnostik bis 29 J.
PAP II-p, II-g, IIID1
01764 01766   Muster 6 PAP-Abstrich Dünnschichtzytologie
(ThinPrep)
Abklärungsdiagnostik 30 bis 34 J.
PAP II-p, II-g, IIID1
01764   01767 Muster 6 HPV-Abstrich Dünnschichtzytologie
(ThinPrep)
Abklärungsdiagnostik ab 35 J.
Pap I + HPV pos oder
PAP IIID1 + HPV neg.
01764 01766 01767 Muster 6 Dünnschichtzytologie
(ThinPrep)
PAP-Abstrich und
HPV-Abstrich
Empfängnisregelung 01825 01826   Muster 6 PAP-Abstrich Dünnschichtzytologie
(ThinPrep)
Kurativ 19318   Muster 6 PAP-Abstrich Dünnschichtzytologie
(ThinPrep)
  32819 Muster 10 HPV-Abstrich Dünnschichtzytologie
(ThinPrep)
Untersuchungsindikation bei
1. Zustand nach operativem Eingriff(en) an der Cervix uteri wegen einer
zervikalen intraephithelialen Neoplasie u./o.
2. einem Zervixzytologiebefund ab Gruppe II-p, II-g oder IIID1 u./o.
3. positivem HPV-Nachweis frühestens nach 6 Monaten zur Kontrolle,
einmal im Behandlungsfall (Quartal)
  • *1 Die in einer Spalte aufgeführten GOP`s sind am Behandlungstag nicht nebeneinander berechnungsfähig.
  • *2 Zusätzlich besteht ein Abrechnungsausschluss der GOP 01760 mit der GOP 01761 im Krankheitsfall (=4 aufeinanderfolgende Quartale) und mit der GOP 01764 am Behandlungstag

Die Angabe des Geschlechts auf den KV-Formularen ändert sich.

Statt bisher in vorhandene Felder (M/W) ein Kreuz zu setzen, steht ab 01.10.2019 nur noch ein Feld zur entsprechenden Beschriftung zur Verfügung:

Formular 10

Labor Staber Formular 10A

Dieses Feld ist ab 1.10.2019 mit dem zutreffenden Buchstaben zu beschriften:

W = weiblich
M = männlich
D = divers
X = unbestimmt

Die vorhandenen Formulare dürfen übergangsweise weiter benutzt werden, müssen aber ab 1.10.2019 nach den neuen Vorgaben ausgefüllt werden.

In diesem Fall müssen Sie in das Ankreuzfeld „männlich“ eines der vier Kürzel (W/M/D/X) eintragen.

Für die korrekte Umsetzung der neuen Vorgabe zur Auftragserstellung per Blankoformulardruck in den Arztinformationssystemen, müssten Sie bitte ggf. Ihren Softwarebetreuer kontaktieren.

Ab November 2019 stellen wir Allergiediagnostik auf ImmunoCAP™ um.

Bitte beachten Sie hierzu unseren aktualisierten Untersuchungsauftrag Allergiediagnostik. Die Sortierung der Allergene ist nun so vorgenommen, dass die rekombinanten Allergene den jeweils nativen Allergenen zugeordnet sind.

Damit Sie bei häufigen allergologischen Fragestellung die Auswahl der Allergentests einfach gestalten können empfiehlt sich die Bestimmung von Allergen-Mischungen bzw. Allergen-Profilen. Diese wurden aus der ärztlichen Routine entwickelt und erleichtern die:

  • Basisdiagnostik, z.B. Kinder-Profil bzw. symptom-orientiere Profile wie Ekzem oder Rhinitis.
  • erweiterte allergologische Abklärung z.B. Nahrungsmittel oder saisonale Allergene.
  • bei Vorliegen nur weniger anamnestischer Hinweise kann als Screening die Mischungen sx1 und fx5 empfohlen werden, hiermit können mit hoher Wahrscheinlichkeit die meisten Allergien detektiert werden.

Auf Wunsch können bei positiven Mischungen die entsprechenden Einzelallergene ausgetestet werden. Bitte kreuzen Sie hierzu auf der Vorderseite des Untersuchungsauftrag das entsprechende Feld an!

Rekombinante Allergene erlauben durch die exaktere Bestimmung des allergieauslösenden Proteins eine exaktere Diagnose, z.B. bei multiplen Sensibilisierungen oder Kreuzreaktionen. Auch eine Unterscheidung von Majorallergenen, Minorallergenen, Profilinen, Polcalcinen und Lipidtransferproteinen (LTP) wird möglich.

Bitte beachten Sie, dass laut EBM für Kinder unter 6 Jahren 15 Einzelallergene und/oder Allergenmischungen danach nur noch 9 Allergene pro Quartal bestimmt werden können. Bitte denken Sie bei Kindern unter 6 Jahren an die Ausnahmekennziffer 32009!

 

Wir freuen uns, Ihnen und Ihren Patientinnen mit VeriSeq die nächste Generation der Nicht-invasiven-Pränatalteste (NIPT) anbieten zu können. VeriSeq überzeugt neben seiner hohen Sensitivität und Spezifität durch weitere Vorteile:

  • Schnelle Ergebnisse: Dank vollautomatisierter Laborprozesse und modernster NGS-Technologie liegen die Ergebnisse im Schnitt einen Tag schneller vor als bisher.
  • Zuverlässige Analyse: Im Vergleich zu anderen Anbietern und Testverfahren zeigte VeriSeq die niedrigste Rate an Test-Ausfällen.
  • Höhere Qualität für den gleichen Preis: Durch Sequenzanalyse konnte bei vergleichbarem Preis eine höhere Spezifität und Sensitivität nachgewiesen werden. 

Probenlogistik und der Anforderungsprozess bleiben für Sie wie gewohnt.

Bei weiteren Fragen können Sie gerne unseren Außendienst kontaktieren.