Untersuchungsprogramm


Clostridium difficile-Toxin-Nachweis
IndikationV.a. antibiotika-assoziierte Colitis, nur sinnvoll  bei Patienten mit Diarrhoe, da Clostridium difficile bei Gesunden zur normalen Stuhlflora gehören kann.
MaterialStuhl, Stuhlröhrchen zu 1/3 gefüllt
Hinweis

Diagnostik im Rahmen eines Algorithmus:
GDH-Enzym-Nachweis (sensitiver Test): negatives Ergebnis schließt eine Clostridien-Infektion/Besiedlung zu ca. 95 % aus, eine weitere Untersuchung entfällt.
Bei positivem Ergebnis wird eine Clostridium-difficile Anzucht auf Spezialnährmedium sowie der Clostridium-difficile-Toxin-Elisa  angeschlossen, da GDH auch bei anderen Darmkeimen vorkommen kann.
Bei pos. kulturellem Ergebnis und Toxinnachweis: gesicherte Clostridium difficile Infektion/Besiedlung mit toxinbildendem Stamm. Wird Clostridium difficile bei negativem Toxinnachweis kulturell nachgewiesen, wird die Therapie gegen Clostridium difficile trotzdem bei entsprechenden Symptomen empfohlen, da das Toxin bei Raumtemperatur relativ schnell zerfällt und der Toxin-Elisa eine geringere Sensitivität als der GDH-Nachweis hat. Für spezielle Fragen/Typisierungen steht eine PCR (Speziesdiagnose und Toxingennachweis) im Referenzzentrum für Clostridium difficile  zur Verfügung (sh. auch RKI-Ratgeber für Ärzte).
Die Stufendiagnostik kann bei schwer kranken Patienten zu lange dauern, daher kann eine sofortige Therapie nach Sigmoidoskopie u.U. lebensrettend sein.


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