Fachinformationen - Onkologie - Tumormarker

 

L A B O R I N F O R M A T I O N

 

Durchflusszytometrie



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Die Durchflusszytometrie erlaubt die Analyse von Zellen nach Zellgröße, Struktur und Färbung der
Zellen. Die Immunphänotypisierung mittels Durchflusszytometrie ist deshalb neben der morphologischen Beurteilung sowie den zyto- und molekulargenetischen Analysen ein wichtiger Bestandteil für die Diagnostik und Verlaufsbeurteilung von Leukämien und Lymphomen. Daneben wird auch der zelluläre Immunstatus aus dem peripheren Blut nach dem Prinzip der Immunphänotypisierung durchgeführt. Hierbei werden die Lymphozyten und ihre Subpopulationen (B- Lymphozyten, CD4- und CD8-T-Lymphozyten, NK-Zellen, aktivierte TLymphozyten) quantitativ bestimmt. Somit ist eine Auskunft über Störungen bzw. Verschiebungen im zellulären Immunsystem möglich. Mit dieser Untersuchung lassen sich angeborene und erworbene Immundefekte, insbesondere im Rahmen einer HIVErkrankung, diagnostizieren und therapeutischüberwachen. Zudem ist der Immunstatus auch bei Autoimmunerkrankungen oder als begleitende Untersuchung
bei immunsuppressiver Therapie indiziert.


 

Methode

Durchflusszytometer sind apparative Plattformen, die mit sehr hoher Flexibilität die quantitative Vermessung und molekulare Charakterisierung intakter Zellen ermöglicht. Die Multicolor- Durchflusszytometrie mit bis zu 8 Farben erlaubt eine umfassende Analyse des Oberflächenantigenprofils, so kann die Expression mehrerer Antigene auf einzelnen Zellen untersucht werden. Die analysierten Expressionsmuster lassen Rückschlüsse auf die Linienzugehörigkeit (myeloisch oder lymphatisch) und den Differenzierungsgrad der Zelle zu.

 

Unser Leistungsspektrum

• Non-Hodgkin-Lymphome: reife (periphere) B-Zell-Lymphome (z.B. B- CLL), reife (periphere)
   T-Zell-Lymphome (z.B. LGL-L, Sézary-S.) NK-Zell-Lymphome und ZAP- 70-Expression.
• Akute Leukämien (Linienzugehörigkeit, aberrante Expressionen, immunologische Einteilung in    Subtypen bei der akuten lymphatischen Leukämie).
•  Aberrante Expressionen in Rahmen eines myelodysplastischen Syndroms

• Abgrenzung maligner Plasmazellen (z.B. Multiples Myelom/Plasmozytom) von einer reaktiven    Plasmozytose
• Zellulärer Immunstatus

 

Material:

Untersuchungsmaterial ist peripheres Blut und/oder Knochenmark (möglichst 5 ml bevorzugt mit EDTA antikoaguliert). Die Qualität der Befunde und deren Interpretation hängen wesentlich von Alter und Qualität des Probenmaterials ab. Deshalb empfehlen wir, die Transportzeiten so gering wie möglich zu halten. Die Abnahme mit taggleicher Einsendung sollte möglichst Montag bis Donnerstag erfolgen. Die Proben sollten bis zur Untersuchung bei Raumtemperatur gelagert werden. Zur Durchführung der durchflusszytometrischen Analyse ist die Kenntnis der Leukozyten- und Lymphozytenzahl notwendig. Deshalb beinhaltet der Untersuchungsauftrag ein Differentialblutbild (groß), inklusive mikroskopischer Beurteilung.

 

 


 

 

 


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