Fachinformationen - Onkologie - Tumormarker

 

L A B O R I N F O R M A T I O N

 

Darmkrebsvorsorge: Septin 9 Test

>> download als PDF

(Dokument, Bestellformular für CPDA-Röhrchen und Patientenbroschüren)

 

Medizinischer Hintergrund
Obwohl beim kolorektalen Karzinom im Falle einer Früherkennung gute Heilungschancen bestehen, nutzen sehr wenige Menschen die Angebote zur Vorsorge. Gründe dafür sind eine ablehnende Haltung gegenüber selbst entnommenen Stuhlproben sowie einer rektalen Untersuchung. Weniger als 2 % der über 55-jährigen lässt eine Koloskopie durchführen.

 

Klinische Bedeutung
In Darmtumoren kommt es häufig zu einer verstärkten Anlagerung von Methylgruppen an die zelluläre DNA. In Folge des natürlichen Tumorzelluntergangs zirkuliert diese methylierte DNA (mSEPT9) auch frei im Blut und kann mit Hilfe des Epi proColon® Tests (Septin 9-Test) nachgewiesen werden.
Die zweite Generation dieses Testes erkennt mit einer Sensitivität von 81 % und einer Spezifität von 99 % im Vergleich mit dem Hämoccult-Stuhltest mehr als doppelt so viele Darmkrebserkrankungen im Frühstadium.
Der Test ist kein Ersatz für die Koloskopie. Aber der Test ermöglicht jenen Menschen eine Darmkrebsvorsorge, die Vorbehalte gegen eine Koloskopie oder Stuhluntersuchungen haben. Außerdem kann der Test eine sinnvolle Ergänzung während des 10-jährigen Intervalls zwischen den koloskopischen Vorsorgeterminen sein.
Der Test liefert ein qualitatives Ergebnis, Rückschlüsse auf das Stadium der Erkrankung sind somit nicht möglich. Während einer Schwangerschaft ist das Testergebnis immer positiv und daher eine Testung in dieser Zeit nicht sinnvoll. Patienten mit einem positiven Ergebnis sollten zeitnah koloskopiert werden.

 

Vorteile

  • • nicht invasiver, einfach zu handhabender Bluttest
  • • im Gegensatz zum Stuhltest keine Diät notwendig
  • • höhere Sensitivität als der Stuhltest

Material:
2 x 8.5 ml CPDA-Röhrchen (48 Stunden bei 2-25°C haltbar, kostenloser Bezug der Röhrchen über uns)

 

Anforderung, Abrechnung
Der Nachweis von mSEPT9 unterliegt nicht dem Gendiagnostikgesetz.
Die Kosten werden bislang nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.
Die Abrechnung erfolgt für Selbstzahler auf der Basis der GOÄ-Ziffern: 3920, 3922 und 3924, 70 und 95.

 

 

Literatur
1. Reimo Tetzner, Anne Fassbender, Ina Fuhrmann, Stefanie Seemann, Sebastian Rausch, Thomas Koenig, Shannon R. Payne, Gunter Weiss, Improvement of the Blood-based Septin 9 test epi pro colon® enhances Sensitivity for early Stage colorectal cancer. Congress Abstract 11-Po01718, Fa. Epigenomics, UEGW, Stockholm, 2011
2. 2. Nicholas T. Potter, Patrick Hurban, Mary N. White, Kara D Whitlock, Catherine E. Lofton-Day, Reimo Tetzner, Thomas Koenig, Neil B. Quigley, Gunter Weiss, Validation of a Real- Time-Based Qualitative Assay for the Detection of Methylateted SEPT9 DNA in Haman Plasma. Clinical Chemistry 60:9, 2014



 

 


Datenschutz | Nachforderungen | AGB/Impressum | Kontakt | © Dr. Staber & Kollegen GmbH   
OK

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden.
Weitere Informationen finden Sie im Menüpunkt Datenschutz.