Diagnostische Verfahren in der Parodontologie

 

Molekularbiologischer Nachweis:

Mit  molekularbiologische Testverfahren werden spezifische DNA-Sequenzen
parodontopathogener Bakterien mittels Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR)
nachgewiesen.


Eine Aussage über Vitalität und Resistenz der Bakterien ist jedoch nicht möglich.

 

 

Es gibt den Nachweis der klassischen 5 parodontogenen Bakterien:

 

• Actinobacillus actinomycetemcomitans

• Porphyromonas gingivalis

• Prevotella intermedia

• Tannerella forsythensis

• Treponema denticola

 

 

Darüberhinaus gibt es den Nachweis von 11 parodontogenen Bakterien:

 

• Actinobacillus actinomycetemcomitans

• Porphyromonas gingivalis

• Prevotella intermedia Tannerella forsythensis

• Treponema denticola

• Fusobacterium nucleatum

• Campylobacter rectus

• Eikenella corrodens

• Capnocytophaga

• Eubacterium nodatum

• Peptostreptococcus micros

 

Das Ergebnis der molekularbiologischen Testverfahren liegt in der Regel innerhalb von 3 Tagen vor.
Ein Vergleich zwischen Kultur und Molekularbiologie ergibt eine Übereinstimmung von 85 % bis 90 %.

 

Kultureller Nachweis
Mit kulturellen Nachweisverfahren werden nur vitale Bakterien nachgewiesen. Die angezüchteten Bakterien werden auf ihre Resistenzen hin getestet.

 

Kleiner kultureller Status
Mit diesem Testverfahren werden neben den klassischen 5 parodontopathogenen Bakterien auch andere vitale Anaerobier, z.B. Peptostreptokokken, pigmentierte und nicht-pigmentierte Anaerobier, Fusobacterium nucleatum, Eikenella corrodens u.a. nachgewiesen.
Es wird in der Literatur immer wieder auf Resistenzen bei Anaerobiern hingewiesen (J.Clin.Periodontol.Vol.27,No.7,p.520-525).

Superinfektions Diagnostik
Aerobier und Hefen werden im allg. als superinfizierende Erreger eingestuft. Diese Erreger haben zum Teil ein hohes Pathogenitätspotential (Oral Microbiol. Immunol. 2001:16:306-310) und sollten bei Vorhandensein in die Therapie mit einbezogen werden.

 

Großer kultureller Status
Mit dieser Leistung werden die klassischen 5 parodontopathogenen Bakterien sowie andere vitale Anaerobier: z.B. Peptostreptokokken, weitere pigmentierte und nicht-pigmentierte Anaerobier, Fusobacterium nucleatum u.a. nachgewiesen. Desweiteren werden superinfizierende Aerobier: z.B. Enterobacteriaceae oder Pseudomonaden, und Hefen, wie Candida albicans, nachgewiesen. 

 

Mit dieser Methode wird der gesamt vitale bakterielle "Oralstatus" erfaßt.

 

 

Optimal-Diagnostik
Mit kulturellen Nachweissverfahren werden nur vitale Bakterien nachgewiesen. Geschädigte, nicht mehr vermehrungsfähige oder abgestorbene Bakterien entziehen sich dem rein kulturellen Nachweis. Diese können jedoch als Immunstimulus die Zytokin-Kaskade mit ihren Gewebe-zerstörenden Enzymen in Gang halten.

 

Die Optimal-Diagnostik kombiniert daher den molekularbiologischem Nachweis und den großen kulturellen Status.

Vorteil dieser Diagnostik ist die Erfassung vitaler und nicht-vitaler Bakterien. Dadurch erhält der Zahnarzt den optimalen Informationsgewinn. Nicht nur in der Eingangsdiagnostik können Lücken in der antimikrobiellen Therapie frühzeitig erkannt werden,  sondern diese Diagnostikform läßt sich auch als Therapiekontrolle, z.B. nach Antibiose (ca. 6 Wochen nach Beendigung der Antibiotika-Therapie) nutzen. Gerade nach einer Antibiotika-Therapie können mit der Optimal-Diagnostik frühzeitig sog. "therapieresistente" Fälle aufgedeckt werden.

 

 

 


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